Was ist eine Jonglierconvention?

Im Großen und Ganzen gilt, was Wikipedia zu dem Thema zu sagen hat: Eine Jonglierconvention ist: So

In München gibt es seit den frühen 80ger Jahren eine freie Amateurjonglieszene. Es gibt, aus dieser Szene erwachsen, zahlreiche Schul- und Jugendzirkusprojekte, Jongliertreffen und inzwischen auch einige Profis. Die Münchner Jonglierconvention hat eine lange Tradition, findet in ihrer aktuellen Form jedoch zum 3. Mal statt. Die Teilnehmerzahlen liegen bei 300 – 400. 2011 hatten die münchner Jongleure 7500 Jongleure aus 64 Ländern bei der Europäischen Jonglierconvention zu Gast.

Die Amateure kommen aus allen Altersgruppen, vom 5 – jährigen Kind bis zur 76 -jährigen Seniorin ist alles dabei. Es sind auch alle Berufsgruppen vertreten.

So unterschiedlich Jongleure sind, so haben sie doch einiges gemeinsam. Jonglierconventions sind meist geprägt vom Spaß an der Sache, einer sehr großen Offenheit, Toleranz untereinander und Achtsamkeit gegenüber den anderen und sich selbst. Es geht um ein friedliches, kreatives, mitunter auch verrücktes Miteinander, in dem Wissen und Können grundsätzlich ohne finanzielle Gegenleistung bereitwillig geteilt wird.

Ein breiter Konsens besteht darin, dass jeder Teilnehmer Teil der Veranstaltung ist und durch aktive Mithilfe auch Verantwortung für das Ganze übernimmt. Jeder Beitrag ist gleichwertig. Ein passiver Konsum der Darbietungen und Leistungen anderer findet nicht statt, sondern alle Teilnehmenden sind selbst aktiv. Die Veranstaltung ist kein „Event“. Das Team besteht aus etwa 20 Personen, die etwa ein Jahr mit der Vorbereitung verbringen.

Alles wird nach Möglichkeit selbst organisiert und von Ehrenamtlichen aus dem Team und Volunteers vor Ort gemacht: Der Aufbau, die Technik, die Anmeldung, das Frühstück, die Reinigung, die Workshops, die Spiele usw. Es werden Workshops gegeben. Nahezu ohne, dass hier jemand planend oder organisierend eingreifen müsste, entsteht ein vielfältiges und spannendes Workshopangebot. Man kann es vorher nicht im Internet abrufen. Aber es findet statt.

Die Künstlerinnen und Künstler der Galashow treten ohne Gage auf.

Die Veranstaltung ist nicht kommerziell, trägt sich finanziell selbst und ist damit so unabhängig von fremden Einflüssen, wie eben möglich. Es gibt keine Werbung und kein Sponsoring, mit Ausnahme einiger Sachspenden von Firmen, die der Szene nahestehen.

Wettbewerbe und Rankings finden nur in sehr geringem Umfang statt und der sportliche Ehrgeiz richtet sich nicht darauf, besser als andere zu sein und diese zu besiegen, sondern vielmehr darauf, selbst besser zu werden und über sich hinauszuwachsen. Sofern Wettbewerbe stattfinden, so werden diese als Spiele bezeichnet und von den meisten auch trotz eines durchaus großen Ehrgeizes auch überaus spielerisch gesehen.

Auf einer Jonglierconvention geht es überaus ernsthaft, aber überhaupt nicht ernst zu. Jedes Team hat seinen Spaß daran, dem Satz „Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit“ Leben einzuhauchen. So ist viel los, manches ist nicht geplant, sondern entsteht „einfach so“.

Eine Jonglierconvention kann man nicht beschreiben, nur selbst erleben.